Ersttrimester- Screening
Der sog. Triple-Test wird heute nur noch von wenigen Stellen durchgeführt, weil er veraltet ist.
>>> Das Ersttrimester-Screening hat zwei Funktionen: Erstens geht es um die Möglichkeit, die Entscheidung für oder gegen eine Fruchtwasseruntersuchung durch eine Berechnung des Risikos für Trisomie 21 zu erleichtern. Zweitens geht es auch um die Früh-Erkennung von Herzfehlern und anderen schweren Fehlbildungen. Es wird eine besondere Ultraschall-Untersuchung (mit Messung der sog. Nackenfalte, des kindlichen Nasen-Knochens und weiterer Ultraschallzeichen =Marker) und eine Blutuntersuchung (PAPP-A, freies ß-HCG) kombiniert.
Nachteil: oft keine eindeutige Diagnose, sondern nur eine Risikoerkennung! Eine verbreiterte Nackenfalte kann auch aus anderen Gründen auftreten (mütterliche oder kindliche Erkrankungen, oft auch harmlos!)
Vorteil: völlig gefahrlos für Mutter und Kind!
Für die Durchführung des Ersttrimester-Screenings ist eine Zertifizierung erforderlich, die jedes Jahr erneuert werden muss. (>>FMF)
Über die genaue zeitliche Durchführung wird derzeit diskutiert: Die Blutwerte (PAPP-A und ß-HCG) werden frühzeitig (ca. 11. SSW) bestimmt und der Ultraschall zur Messung der NT erst in der 13. oder 14. SSW durchgeführt.
>>> Das AFP-Screening: AFP (alpha-Feto-Protein) wird im kindlichen Rückenmark gebildet. Wenn der Rücken offen ist, wird AFP über das Fruchtwasser auch ins mütterliche Blut transportiert. Die Messung von AFP aus dem mütterlichen Blut in der 15.-17. Schwangerschaftswoche ist eine praktisch risikolose Methode, zusätzliche Hinweise auf einen offenen Rücken (Spina bifida aperta) beim Kind zu bekommen.
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