Frauenarzt Doktor Meier, Mönchengladbach, NRW, spezialisierte Frauenarztpraxis für Ultraschall-Diagnostik, Pränatalmedizin, Schwangerenbetreuung und Präventivmedizin in der Frauenheilkunde. Hormone: Segen oder Risiko?

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Hormone: Segen oder Risiko?

 
 

 

 

 
   

Hormone sind hoch wirksame chemische Substanzen. Als Medikamente sind sie nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen.

Die massive Zunahme der Brustkrebs-Erkrankungen in den letzten 40 Jahren ist auf Hormonwirkungen zurückzuführen. Das ist der gemeinsame Nenner vieler Faktoren (Zahl der Kinder, Stillen, Ernährung, östrogenhaltige Medikamente in den Wechseljahren, aber auch Umweltbelastungen) von denen man seit langem weiß, dass sie zu den auslösenden Faktoren von Brustkrebs gehören. Deshalb wird die Gabe von Östrogen als Medikament für die Behandlung von starken Wechseljahrs-Beschwerden nur für eine begrenzte Zeitdauer empfohlen. Die Verwendung in niedriger Dosierung und weniger als fünf Jahre lang ist nach allen vorliegenden Studien gefahrlos. In letzter Zeit wird auch die Art des zusätzlich gegebenen Gestagens (Gelbkörperhormon zum Schutz der Gebärmutter vor Östrogenwirkungen) als wichtig für das Brustkrebsrisiko gesehen.

  • Mögliche Risiken durch Östrogen-Medikamente sind viel geringer als das Risiko durch Rauchen oder Übergewicht!!!
  • Moderne Hormontherapie setzt auf den Einsatz natürlicher Hormone. Dabei sollen Hormonspiegel im Blut erreicht werden, die dem Alter angemessen sind und ein beschwerdefreies Leben ermöglichen. Es sollen aber nicht die Normalwerte von 20-jährigen erzielt werden.
  • Hormone können von außen zugeführt werden. Dazu gibt es viele Anwendungsformen wie Tabletten, Spritzen, Hormonpflaster, Gel zum Auftragen, Scheidencremes. Ein Nasenspray und ein Ring zum Einlegen in die Scheide haben sich nicht durchgesetzt. Die lokale Anwendung in der Scheide zur Behandlung der trockenen Scheide erfolgt mit sehr geringen Mengen und ist selbst bei Brustkrebs-Patientinnen möglich.

Natürliche Hormonwirkungen kann man im Körper anregen, sei es über Ausdauersport, pflanzliche Nahrungsmittel (Yams, Kürbis, Pinie, Leinsamen, Soja, Hopfen...) oder pflanzliche Arzneimittel (Cimicifuga, Mönchspfeffer, Frauenmantel, Mooranwendungen...).

Hormone als Umweltfaktor: Viele Kunststoffe enthalten Biphenole, die eine deutliche Östrogenwirkung haben! Diese finden sich in Schnullern, Beißringen, Wasserflaschen, Konservendosen-Beschichtungen... Vermeiden Sie Plastikflaschen!!! Die dauernde Östrogen-Zufuhr von früher Kindheit an ist ein Haupt-Risikofaktor für die Zunahme von Brustkrebs.

 

   

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Dr. med. Hubert Meier, Arzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Schwerpunkt-Praxis für Ultraschalldiagnostik