Möglichkeiten
- Kondom (auch latexfrei bei Allergien >>> Handelsname: "Avanti") ideal als
zusätzlicher Schutz, weil auch Schutz vor Infektionen, bei konsequenter Anwendung d.h. "immer" und "von Anfang bis Ende" recht gute Verhütung (bei Versagen = geplatztes Kondom >>an "Pille danach" denken!!!) - Diaphragma, Portiokappe, “lea” nicht sehr gebräuchlich, weil immer Manipulation vor Verkehr erforderlich, Schutz?? Störung der Scheidenflora?? Neigung zu Scheiden-Infektionen??
- Schaumzäpfchen nicht sehr sicher, evtl. bei seltenem Verkehr oder zusätzlich zur Pille sinnvoll, Störung der Scheidenflora? Vorsicht, evtl. Kondom dadurch undicht!!! besser Kondom!
- NFP = natürliche Familienplanung (ohne Computer, mit Temperaturmessung und Schleimbeobachtung) recht aufwändig, von geregeltem Tagesrhythmus abhängig, Sicherheit von vielen Faktoren abhängig zwischen recht gut und sehr schlecht. Für Frauen mit Schichtdienst oder kleinen Kindern kaum durchführbar!
- Verhütungscomputer teilweise recht aufwändig, teilweise sehr schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, z.B. Persona lt. Hersteller Versager-Quote 6% pro Jahr!!!
- Spirale = Kupferspirale, (auch Intrauterinpessar IUP genannt), hormonfrei, aber oft verstärkte und/oder schmerzhafte Blutung, Sicherheit vergleichbar mit Pille;
- Gynefix= Kupferkette, ähnlich einer Spirale, aber sehr flexibel, wird in der Gebärmutterwand verankert, nach Herstellerangaben seltener verrutscht/verloren als Spirale, und weniger starke Blutungen als mit Kupfer-Spirale,
- Sterilisation als ambulante Operation, nicht umkehrbar, die Entscheidung hierfür sollte deshalb sehr gut durchdacht werden, ggf. auch Sterilisation des männl. Partners überlegen, OP beim Mann ist kleiner und billiger.
Eine gute Seite, die bei der Auswahl eines geeigneten Verhütungsmittels helfen kann, ist "female affairs"
Verhütung mit Hormonen
Hormonpräparate mit Zyklus:
Pille: immer noch häufigste Verhütungsform, ziemlich sicher, aber von genauer Einnahme abhängig, jederzeit umkehrbar, auch zur Behandlung Periodenschmerzen geeignet, verbessert als einziges Verhütungsmittel auch Akne, Nebenwirkungen möglich (Migräne, Thrombose, weniger Lust?, Gewichtsprobleme??) Meist 21 Tage einzunehmen, dann 7 Tage Pause (Ausnahmen möglich z.B. 22/6 oder 24/4 Tage) Bei starken Periodenschmerzen können manche Pillen auch länger als 3 Wochen am Stück eingenommen werden. (sog. Langzyklen) Einzige ernst zu nehmende Nebenwirkung: Blut wird dicker > Thrombosegefahr bei zusätzlichen Risikofaktoren (Rauchen, Übergewicht...)- Vaginalring "NuvaRing"(wird in der Scheide getragen) oder
- Hormonpflaster "Evra",sicher wie Pille, aber weniger Hormone und weniger Hormonbelastung der Leber, weil die Wirkstoffe direkt in das Blut gehen, deshalb bei Leber- und Darmerkrankungen besser anwendbar als Pille. Weniger Probleme mit Schichtdienst und Vergessen.
- Minipille weniger sicher als normale Pille, weil der Eisprung nicht unterdrückt wird, recht ungebräuchlich, seit die reine Gestagenpille Cerazette (s.u.) im Handel ist.
- Hormonspirale “Mirena” sehr sicher und wenig Nebenwirkungen, Blutung wird
geringer, manchmal ganz unterdrückt, Periodenschmerzen reduziert, ideal für langfristige Verhütung, auch in der Stillzeit möglich, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis! Höchste Sicherheit ohne dass man/frau sich um irgendwas kümmern muss.
Hormonpräparate ohne Zyklus:
- Gestagenpille: durchgehend einzunehmen wie eine Mini-Pille, aber fast so dosiert wie normale Pille (ohne Östrogen) besonders sinnvoll bei Migräne oder Periodenschmerzen; auch in der Stillzeit möglich; auch bei Raucherinnen erlaubt (kein erhöhtes Thromboserisiko), etwa so sicher wie eine normale Pille.
- 3-Monats-Spritze sehr sicher, unterdrückt meist die Blutung, kann kaum vergessen werden, kein Problem bei Schichtdienst, Darmerkrankungen..., geringeres Thromboserisiko als Pille.
- Gestagen-Implantat “Implanon” sehr sicherer Schutz, aber manchmal lange anhaltende Schmierblutungen, vergleichbar mit 3-Monats-Spritze, hält aber 3 Jahre.
- “Pille danach”bis zu 120 Stunden nach ungeschütztem Verkehr einzunehmen; je früher, umso sicherer! verhindert die Einnistung einer befruchteten Eizelle. Prinzipiell auch Kupfer-Spirale zu diesem Zeitpunkt möglich, aber recht ungebräuchlich
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