Ersttrimester- Screening (NT-Messung, mütterlicher Bluttest)

Ersttrimester- Screening» Das Ersttrimester-Screening hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Es dient nicht mehr nur der Erkennung von Trisomie 21, sondern hat zwei Aufgaben:

» Erstens wird das Kind mit einem hoch auflösenden Ultraschall untersucht mit dem Ziel, Herzfehler und andere schwere Fehlbildungen frühzeitig zu erkennen. Damit man mehr erkennt wird die Untersuchung am besten erst in der 13./14. SSW gemacht.

» Zweitens wird die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass das Kind am Down-Syndrom leidet. Dies dient als Entscheidungshilfe, ob weitere Untersuchungen wie z.B. eine Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt werden sollen.

» Durchführung: Es wird eine sehr genaue Ultraschall-Untersuchung durchgeführt, wobei viele Strukturen beurteilt werden (Schädel, Bauch, Rücken, Arme, Beine....) und auch die sog. Nackenfalte gemessen wird. Außerdem wird mütterliches Blut ins Labor eingeschickt zur Bestimmung von zwei Hormonen, die von der Placenta gebildet werden. Die Risiko-Berechnung erfolgt nach Vorliegen der Laborwerte. Zeitpunkt: 11+1 bis 13+6 SSW

» Nachteil: Eine verbreiterte Nackenfalte ist keine Krankheit, kann aber ein Hinweis auf eine Erkrankung sein (mütterliche oder kindliche Erkrankungen, oft auch harmlos!)

» Vorteil: frühe Erkennung schwerer Fehlbildungen, völlig gefahrlos für Mutter und Kind!

» Bluttest auf Trisomie 21 aus mütterlichem Blut: ist als alleinige Untersuchung nicht sinnvoll, weil nur die Trisomien 21 zuverlässig erkannt wird (das sind die häufigsten Fälle, in denen das Kind ein Chromosomzu viel hat). Der Ultraschall liefert zusätzliche Informationen über andere Fehlbildungen. Deshalb kann nur Ultraschall und ein genetischer Test zusammen eine ausreichende Sicherheit bieten. Wir bieten den Test unter folgenden Voraussetzungen an: Fehlbildungs-Ultraschall wurde gemacht; eingehende Beratung. (Kosten: Test ca. 500€, Beratung+Ultraschall 135€ keine Kassenleistung!) Bei einem auffälligen Ergebnis wird vor einem evtl. Schwangerschaftsabbruch eine Fruchtwasserpunktion durchgeführt.

» AFP-Screening: AFP (alpha-Feto-Protein) ist im Liquor in hoher Konzentration enthalten. Wenn das fetale Rückenmark offen ist, gelangt vermehrt AFP über das Fruchtwasser ins mütterliche Blut. Die Messung von AFP aus dem mütterlichen Blut in der 15.-17. Schwangerschaftswoche ist eine praktisch risikolose Methode, zusätzliche Hinweise auf einen offenen Rücken (Spina bifida aperta) beim Kind zu bekommen. Sie ist jedoch heute kaum noch gebräuchlich weil die Wirbelsäule / das Rückenmark des Kindes im Ultraschall meist gut darstellbar ist.

»Der sog. Triple-Test ist veraltet und wird von uns nicht mehr angeboten.

Aktuelles

Eingeschränkte Sprechzeiten wg. Bandscheibenvorfall

Liebe Patientinnen, sehr geehrte zuweisende Kolleginnen und Kollegen!

Leider habe ich einen Bandscheibenvorfall und schaffe mein gewohntes Pensum nicht; in den nächsten Wochen können wir daher nur eingeschränkt Termine anbieten. Ich bitte um Ihr Verständnis.

Hormontherapie - das Blatt wendet sich

15 Jahre lang wurde die Hormontherapie in den Wechseljahren verteufelt, weil sie angeblich Brustkrebs auslösen würde. Jetzt dreht sich die wissenschaftliche Meinung sehr schnell und sehr deutlich!

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